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Thursday, May 23, 2013
NO OFFICE
Liebes Tagebuch, obwohl ich in mir eine vage Ahnung spürte, die mir empfahl, so viel Raum und Zeit wie möglich zwischen mich selbst und Dextros Dirty Bomb zu bringen, schloss ich mich Betriebsarzt Dr. Hans Mordt an, der das Motto ausgegeben hatte: "Ab nach Havana. Dann einen Mojito und nach Hause." In der nächsten Kleinstadt sorgten Krellmann und der Komplexitätswauzi auf dem Marktplatz mit einigen akrobatischen Einlagen für Entertainment - und für genug Pesos, damit wir Fahrkarten in die Hauptstadt kaufen konnten. "Ich wusste gar nicht, dass Sie fünf Probleme gleichzeitig jonglieren können, Krellmann."

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Wednesday, May 22, 2013
NO OFFICE
Liebes Tagebuch, während wir in der verlassenen Mannschaftskantine aus gentechisch konstruiertem Salat und Bodybuilder-Kraftfutter leckere McMonsanto-Burger produzierten, zeigte das US-Militärfernsehen Traubenzuckerkiller Dextro und Fidel Castro beim Bruderkuss. Im Hintergrund versuchten die beiden Eselspinguine ins Bild zu hopsen, den Atomkoffer in ihren Flossen.
"Sieht nicht so gut aus", sagte Betriebsarzt Dr. Hans Mordt.
"Ist Dextro Kommunist?" fragte Krellmann, dessen Volumen synchron zum Kraftfutterkonsum anschwoll.
"Er ist vor allem Trouble", sagte ich. Der McMonsanto hatte positive Nebenwirkungen: Mein Körper wuchs wieder und der bläuliche Teint ging zurück. Die phrygische Mütze behielt ich einstweilen. Man kann ja nie wissen.

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Tuesday, May 21, 2013
NO OFFICE
Liebes Tagebuch, Dr. Mordts freundlicher Kollege entließ uns freundlicherweise aus den Käfigen. "Ich schlage vor, Sie nehmen erst mal die phrygische Mütze ab und nehmen ein Bad", sagte er zu mir.
"Was soll das hier sein, Schmitzler? Super Duper Special Forces! Kommen die aus einem Überraschungsei?" Dr. Mordt würde gerne mit seinem Kollegen einige interessante Experimente durchführen, das konnte ich ihm ansehen.
"Naja, das hier ist jetzt die 101. Privatized. Der Präsident hat ja Guantánamo und weite Teile der US-Streitkräfte privatisiert und wir müssen uns auf dem Markt für Verteidigungsdienstleistungen bewähren. Wir haben hier Dissidenten aus der FIRMA wieder auf den richtigen Weg zurückgeführt. Das Geschäft ging aber zuletzt nur noch schleppend. Wer wehrt sich schon gegen die intrinsische Weisheit des Geschäfts?"
"Traubenzuckergesteuerte Wahnsinnige?" fragte Dr. Mordt.
"Er hat sich mit einem Mickymaus-Clubausweis identifiziert, der den unseren zum Verwechseln ähnlich sah", entschuldigte sich Schmitzler, "Der Sparzwang, Sie verstehen."

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Monday, May 20, 2013
ICH KILLTE WILLIAM LEE
Ich killte William Lee

William Lee Burroughs, ein amerikanisches Monstrum. Die Russen wollten ihn töten. Doch ich war schneller. Am Ende verlangte die Agency das Unaussprechliche. Ein Mann von AGENT berichtet. Eine wahre Geschichte.

Als PDF: ich_killte_william_lee (application/force-download, 343 KB)

Als EPUB: williamlee_epub (application/octet-stream, 44 KB)

Für Kindle: williamlee_mobi (application/x-mobipocket-ebook, 73 KB)

Konvertiert mit Calibre Ebook Management

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NO OFFICE
Liebes Tagebuch, Traubenzuckerkiller Dextro und seine Helfershelfer-Pinguine haben sich mit dem Atombombenkoffer aus dem Staub gemacht und uns in den Käfigen zurückgelassen. Bedauerlicherweise hat sich auch die Besatzung der Basis im Traubenzuckerrausch davongemacht. Also hockten wir da und warteten auf den letzten Feierabend. Bis eine Stimme an mein Ohr drang.
"Dr. Mordt? Sind Sie hier irgendwo?"
"Jawoll!" knarzte der geschwächte Betriebsarzt aus einem der Nebenkäfige.
"Die Besatzung ist zu den Kubanern übergelaufen", meldete die Stimme, "Die haben angeblich genug Zucker."
"Aber nur Rohrzucker."
"Die Kollegen haben unter anderem deshalb eine militärische Karriere einschlagen müssen, weil sie solche Unterschiede nicht kennen. Mein Name ist Dr. Eugen Schmitzler, Basisarzt. Wir kennen uns von ihrem Überredungstechnik-Kurs, den Sie 1972 an der Escuela de las Americas gegeben haben."
"Und woher wissen Sie, dass ich hier bin, Herr Kollege?"
"Ihr Smartphone sendet ständig diese hirnrissigen Positionsmeldungen: 'I'm at Guantánamo Death Detention Center w/ 1.538 others.'"

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Sunday, May 19, 2013
NO OFFICE
Liebes Tagebuch, Dextro hat die Super Duper Special Forces offenbar mit seinem potenten Übertraubenzucker angefixt. Er hat ihnen gewaltigen Muskelzuwachs bei erhöhter Reaktionsgeschwindigkeit versprochen. Jetzt prügeln sich die Wachen um die letzten verbliebenen Täfelchen und schlecken sogar die weggeworfenen Cellophanfetzen der Verpackungen auf. Ich sah den Eselspinguinen dabei zu, wie sie mit gewohnter Professionalität im Hintergrund das Kommando übernahmen, die Funkverbindungen sabotierten, Treibstoff und Waffen sicherten. Ich glaubte, sie leicht enthusiasmiert hopsen zu sehen, als sie einen Koffer mit dem charakteristischen gelbschwarzen Radioaktivitätslogo darauf über das Flugfeld zu einer wartenden Todesdrohne schleppten. Mein Mitleid galt dem Controller der Basis. Wo, zum Kuckuck, verbuchte man eine von Eselspinguinen geklaute Kofferatombombe?

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Saturday, May 18, 2013
NO OFFICE
Liebes Tagebuch, als Hafterleichterung wegen guter Führung wurde ich mit einem Webdesigner von Al Kaida zusammengesperrt. Der Mann erklärte mir, wie man seine Methoden am besten verschleiert und die Gesichter unbotmäßiger Projektmitarbeiter nötigenfalls mit dem Schlagring "responsive" macht, wie er es ausdrückte. "Ansonsten: Nimm immer Katzen! Viele Katzen! Und re-animierte GIFs!" Das Leben in den Webdesignslums von Lahore muss verdammt hart sein.

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Comments
die wartende Todesdrohne namens Friedrich
schmerles, 3 days ago
«Al Kaidas Fernsehküche. Heute: Sarsaparilla Capricciosa an DIN A4-Blättern»
goncourt, 4 days ago
Nicht auszudenken, was mir ohne diese Fähigkeit schon zugestoßen wäre.
gHack, 4 days ago
«Gute Führung»? Hast Du Dr. Dextro eine besonders gute Sarsaparilla zubereitet?
goncourt, 5 days ago
Ayurveda-Units!
gHack, 5 days ago
Aber, aber. Es gibt doch keine Käfige. Nur individualisierte Wellness-Bereiche, die wir zu Ihrem...
henningninneh, 6 days ago
Tea Party E-Bible!
gHack, 7 days ago
«In Ihrer Bibelversion ist der ‹Sohn des Zebedäus› zum Auswaschen der Gulaschkanone abkommandiert. Für...
goncourt, 7 days ago
Aber nicht viel besser.
gHack, 7 days ago
Ah-oh! Phrygische Mütze & blau! Besser als Tinky-Winky meint man.
schmerles, 8 days ago
Ein juveniles Individuum, glaube ich. Flog gar nicht weg, sondern beäugte uns neugierig.
gHack, 9 days ago
König Drosselbart
schmerles, 9 days ago
Quasi ...der Waldverwandte der Hausamsel
gHack, 9 days ago
Da waren ein paar von diesen Kollegen unterwegs.
gHack, 10 days ago
Uiuiui! http://www.xeno-canto.org/species/Locustella-luscinioides So klingt der Sommer im Delta.
schmerles, 10 days ago
...
gHack, 10 days ago
1) Ups, Pardon! Immer diese Pseudonyme im Internetz! 2) Hab mir mal Secondhand so...
gHack, 11 days ago
Im mehr als Übrigen sind die Fotos so gut (spektakulär)! Was war das, eine...
schmerles, 12 days ago
Nein, da verwechseln Sie was, das war nicht Frau mariong. Die lebt bei Mainz....
schmerles, 12 days ago
Herr Schmerles hat sicher bessere Bilder. Ich war mit so einer Spielzeugkamera unterwegs.
gHack, 12 days ago
Wunderbar.
goncourt, 12 days ago
(Unterwegs mit Herrn Schmerles)
gHack, 12 days ago
Sehr sympathischer Kollege. Hat Kräuterchen vor dem Eingang des Familienbaus weggemümmelt.
gHack, 12 days ago
Oh wie schön.
Irene, 13 days ago

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