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Sunday, July 20, 2014
Neuntöterjugend
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Bienenfresser Junior
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Saturday, July 19, 2014
Logik vs. Schubidu-Whop
Beitrag von Klaus Kusanowsky über Götter und Ordnung. Man könnte auch "starke innere Logik" sagen, eine Multitude aus Strukturalismen, die vielleicht etwas miteinander zu tun haben, vielleicht auch nicht. Wie weit muss man sich rückversichern, damit man "Wissenschaft" dazu sagen kann. Auch Zwangsneurotiker haben schließlich eine starke innere Logik, aber sie stehen nur für sich allein.

Sollen wir uns die Ansichten des Augustinus über die antike Götterwelt zu eigen machen? Immerhin hatte der Mann eine eigene Agenda. Die Götterwelt hatte auch ihre Regeln und William Gibson hat nicht umsonst Voodoo als passende Religion für seinen Cyberspace herangezogen, mit den diversen Instanzen, Managern, Programmen und unixoiden Daimonen. Man muss sich nur ansehen, unter welchen Bedingungen das alles zusammenarbeitet. Oder nicht.

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Horus Jr.
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Thursday, July 17, 2014
Take-off an der Bruthöhle
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Monday, July 14, 2014
Filterphasen der Kunst
US-Fotokritiker A. D. Coleman geht hart mit der aktuellen Garry-Winogrand-Ausstellung ins Gericht. Sein Argument: Arbeiten, die der Fotograf nicht selbst kuratiert hat, sind nicht dem Corpus seines Werks hinzuzurechnen. Mehr noch: Winogrand selbst habe durch seine Arbeitsweise à la "Fire and Forget" den Werkbegriff selbst entwertet, gemeinsam mit seinen New Yorker Kumpels aus dem Umfeld von MoMa-Fotokurator John Szarkowski, der voll auf Winogrand gesetzt habe und sich seinen Fehler erst gegen Ende eingestehen habe können.

Colemans Angriff ist stellenweise zu polemisch, selbst den späten Winogrand, der sich seine eigenen Bilder nicht mehr ansehen mochte, mit dem Kameraaffen der Letterman-Show zu vergleichen, ist ungehörig. Dennoch stellt er eine wichtige Frage: Welche Eigenschaften machen ein Gesamtwerk aus, das man künstlerisch nennen kann.

Relevant ist die Frage auch deshalb, weil Winogrands Arbeitsweise in der Analog-Ära die heute übliche Strategie in der Digitalfotografie vorwegnimmt. Winogrand sammelt erst manisch und wählt dann aus. Angeblich war ihm das Auswählen gerade zum Schluss hin nicht mehr so wichtig, es reichte ihm offenbar, im Flow zu sein, auf der Straße, in seinem Element.

Die klassische Arbeitsweise in der analogen Fotografie betont fast schon zwangsweise die konstruktiven Aspekte der Arbeit. Die Bildträger sind kostspielig, ihre Verarbeitung zeitintensiv. Der digitale Workflow dagegen betont die Selektion, das Werk wäre dann Ergebnis eines vielstufigen Filterprozesses, eine Art kreatives Destillat.

Der Fotograf trifft eine Serie von Entscheidungen. Geht es nach Coleman, so sollte der Fotograf alle Entscheidungen (oder zumindest wohl die wichtigsten) in der Kette selbst ausführen. Winogrand ist angreifbar, weil er zum Ende hin nur noch fotografiert und nichts mehr ausgewählt hat - damals ein sehr seltener Fall, heute landen wohl viel mehr Bilddateien auf Festplatten, die nie wieder angesehen werden.

Oder doch?

Sind die Reservoirs nicht doch Bildspeicher, aus denen immer neue Selektionen und Sequenzen extrahiert werden können? Hat Winogrand einen Pufferspeicher angelegt, aus dem er sich aufgrund seines frühen Todes schlicht und einfach nicht mehr hat bedienen können? Ist es legitim, wenn andere diese Auswahl treffen? Henri Cartier-Bresson hat schließlich nicht einmal selbst entwickelt und vergrößert und gilt trotzdem als einer der wichtigsten Fotografen.

Noch problematischer wird aus Colemans Perspektive wohl der Fall Vivian Maier liegen. Sogar Maiers Persönlichkeit ist eine Rekonstruktion durch die Recherchen von John Maloof, der ihre Fotografien bei einer Auktion aufgegebenen Hausrats ersteigert hat. Maier hat zwar sehr bewusst fotografiert, viele ihrer Kompositionen sind klassisch streng. Aber, um Colemans Maßstab anzulegen: Sie hat ihren "Body of Work" nicht selbst ausgewählt, ihre "Erzählung" ("Epic") wurde ex post re-konstruiert.

Sind Maiers Fotos nun alle wertlos? Found footage, keine Kunst? Ist nicht sie die Künstlerin, sondern ist es am Ende gar John Maloof, der die Selektion vorgenommen und die Erzählung dazu recherchiert hat? Die digitale Fotografie wird die Zahl dieser Fälle wohl vervielfachen, vorausgesetzt, die Dateien, die heute hergestellt werden, können in ein paar Jahren überhaupt noch gelesen werden.

Am Ende sieht Coleman den Werkbegriff in der Fotografie, die ja in der Regel doch ein mehrstufiger industrieller Prozess mit mehreren Akteuren ist, etwas zu eng, zu binär. Man könnte höchstens fragen, zu welchem Anteil ein Künstler Anteil am Prozess hatte. Das gilt auch für Akteure wie Andy Warhol und andere Großkunstproduzenten mit eigener Fabrik und zahlreichen Assistenten. Wer solche Unternehmen beherrscht, ist sicher kein Kameraaffe.

Es geht wohl nur darum, all diese Prozesse unter Kontrolle zu haben, an manchen Stellen mehr, an manchen weniger, auszuführen braucht sie der Künstler selber nicht. Genau das spricht Coleman Winogrand letztlich ab. Verifizieren lässt sich das nicht. Der späte Winogrand ist jedenfalls, ähnlich wie Vivian Maier, eine kuratorisch gestützte Figur. Dass beide deshalb nichts geleistet hätten, dass sie keine Kunst hergestellt hätten, lässt sich aber nicht behaupten. Schließlich hat der Betrieb sie validiert.

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Sunday, July 13, 2014
Madame Neuntöter
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Last modified: 7/24/14 12:54 PM
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Ausgangspunkt war meine Verblüffung darüber, dass Pundits wie Morozov dazu in der Lage sind,...
gHack, Yesterday
@ghack. stimmt, eine gerechtigkeitstheorie muss ihren gegenstand klären, wenn es um verteilung geht z.b....
henningninneh, Yesterday
gerne gemütliches weiterdilettieren...
wilhelm peter, 2 days ago
Schau mal, ich will mich hier mit meinen Freunden unterhalten. Und du störst dabei....
gHack, 2 days ago
hartes brot zwischen meinen und wissen liegt die welt behauptet ein gewisser sokrates und behält...
wilhelm peter, 2 days ago
Ich geb's auf.
gHack, 2 days ago
grüsse ausse mitte vonne scheisse es ist nicht bloss ne krise der institutionen deren basis...
wilhelm peter, 2 days ago
@henninginneh: Ich schätze, Rawls' Konsensgedanke tut sich inmitten der herrschenden Krise der repräsentativen Institutionen...
gHack, 2 days ago
DER STAAT IST DER GROSSGESCHRIEBENE MENSCH sagt platon rawls geht von der irrigen annahme aus...
wilhelm peter, 2 days ago
(was die technikkritik angeht: hier wäre auch schon viel gewonnen, wenn die sprecherInnen jeweils...
henningninneh, 2 days ago
klingt für mich nach esoterik. die nicht eingeweihten braucht man per definition schon gar...
henningninneh, 2 days ago
...
gHack, 5 days ago
Hello World!
gHack, 5 days ago
horus und cleopatra ne transzendenzpaarung in dieser liga da kommt freude auf jugend jagd
wilhelm peter, 5 days ago
dem fehlt der sockel meinungsfreiheit ist beliebig der polytheismus war n hochkomplexes system mit wesentlich...
wilhelm peter, 5 days ago
Die Vögel sind ständig miteinander in Kontakt, auch wenn sie weit voneinander weg brüten....
gHack, 6 days ago
Horus und Cleopatra haben zwei wunderschöne Junge, die sich gegenseitig durch die Baumkronen jagen.
gHack, 6 days ago
Die Gegend ist sehr faszinierend. Lößhänge am Rand von Weingärten. Nicht eine Kolonie an...
katatonik, 6 days ago
Knirsch. Ich muß immer an dieses Foto, an dieses Tier denken. Schon wieder wird...
bubo, 7 days ago
wunder wunderschön
wilhelm peter, 8 days ago
Sie sind blitzschnell
gHack, 8 days ago
Klassiker, diese Haltung
bubo, 8 days ago
Harte Arbeit. Bei jedem Anflug in die Höhle kriechen und dann schnell wieder raus.
gHack, 8 days ago
Mach mir manchmal Sorgen, wegen der Neonikotinoide.
gHack, 8 days ago
wow, tolles Foto.
DeSpell_, 8 days ago

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