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Monday, September 1, 2014
Zur Sonne!
(comm.)

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Sunday, August 31, 2014
Robert Frank, Blogger
Gerade die Doku "Coming Home" über Robert Frank gesehen. Mir gleich gedacht: Das ist eine Bloggerkarriere. Er hat gesehen, wie sich eine Freiheitsperspektive geöffnet hat, und sich drauf eingelassen, ganz und gar, die Strömung genutzt, um modulierte Gefühle nach draußen zu bringen. "The Americans" ist wie frühes Bloggen, präformatiert, direkt, roh und schnell.

Das würde heute nicht mehr funktionieren, sagt Frank sinngemäß im Film, zu viele Leute hätten sich darauf gestürzt und das Konzept "diluted", verwässert, formatiert. Wer heute bloggt, kann nur dann "Erfolg" (ha!) haben, wenn er sich noch härter durchformatiert als ein traditioneller Journalist, der irgendeinen Channel bedient.

Egal ob "Blog" oder in den Sozialmedien, du machst nicht mehr "IT" generell, sondern "iPhone" oder "Oculus Rift" - und nur das. Vertritt eine Meinung und nagel sie an die Wand, jeden neuen Tag, immer wieder. Die kognitive Dissonanz kann im Netz perfekt reduziert werden, also rast alles nur noch im Kreis. Wenn man diesen Kreis öffnen will, dann kann man nicht mit der Gnade der Metrics rechnen, nur mit vollständiger Ignoranz. Aber man arbeitet dann wenigstens in der Tradition von Robert Frank, eines Mannes, der seine Medien immer verstanden hat.

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Saturday, August 30, 2014
Knuspernder Bluthänfling
(comm.)

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Tuesday, August 26, 2014
Skeuomorpher Vertrieb: Ein Verdacht
Gestern wieder eine Analyse gelesen, in welcher der Autor den Zeitungsleuten empfiehlt, nicht auf eigene Nachrichten-Apps zu setzen, sondern lieber auf Facebook als Traffic-Treiber, der dann die Kundschaft auf die eigene Mobil-Site lenkt.

Vor fünf Jahren hätte man "Facebook" durch "Google" ersetzt und "Social Media Strategy" durch "SEO". Der Gedanke dahinter: Lieber mit einem Dritten tricksen, anstatt ins Produkt selbst zu investieren und sich auf die eigene Marke zu verlassen. Vielleicht steckt dem gemeinen Medienmanager auch schlicht und einfach die uralte Aufgabenteilung von Verlag und (monopolistischem) Vertrieb so tief in den Knochen, dass er sich eine Struktur ohne verteilenden Middleman (Google, FB, Apple) überhaupt nicht vorstellen kann.

Überraschung: Im Internet braucht man keine Mittelsmänner, die als Gatekeeper agieren und die eigene Marke mit ihrer Super-Brand überformen. Zeit, sich von skeuomorphen Vertriebsgedanken zu verabschieden.

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Sunday, August 24, 2014
Parlamentskrähen
(comm.)

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Saturday, August 23, 2014
Revenge of the Depp - The Rise of Trottelware
In den vergangenen Jahren war oft von der "Revenge of the Geeks" die Rede. Schlaue Computerbuben (nie Frauen) nahmen in klassischer Highschoolmovie-Logik ihre Rache an den tumben Jocks, indem sie mit ihren Start-ups Milliarden und Abermilliarden einfuhren. Die Deppen, so die Botschaft, hätten endlich verloren, das Zeitalter der Intelligenten sei angebrochen, denn nur sie verstünden das wichtigste Werkzeug, den Computer.

Leider ging in dieser Argumentationslinie der wichtigste Aspekt unter, nämlich dass der Erfolg darin keineswegs in Nobelpreisen gemessen wird, sondern immer noch in Geld. Und an genau diesem Punkt setzt die Gegenoffensive an, die still heraufblubbernde Rache der Deppen oder, freundlicher ausgedrückt, der Non-Profis.
(Anmerkung: In einer arbeitsteiligen Gesellschaft sind alle Menschen zu wesentlichen Teilen ihrer Lebenszeit Deppen oder eben Non-Profis.)
Um besagte Kohle einzufahren und als Sieger gelten zu können, müssen die Geeks und Nerds auf große Nutzerzahlen kommen und ihre Produkte so weit verdummen, dass ihre eigene Kaste am Ende nicht mehr viel davon hat.

Beispiele dafür sind die erfolgreichen Mobilbetriebssysteme iOS und Android, die ihrerseits von wesentlich mächtigeren Systemen abstammen und Sicherheit/Bequemlichkeit über die Möglichkeit zum Basteln stellen.

So gibt es Android-Geräte, die fast wie echte Computer aussehen, aber eben für die Produktion von Medieninhalten wesentlich schlechter ausgestattet sind als etwa ein Netbook mit einem Old-School-Betriebssystem. Man kann mit Android und iOS interessante Dinge anstellen, aber es sind letztlich Plattformen für den Konsum, nicht für die Produktion - und ihre fragwürdigen Eigenschaften dringen nicht nur über die Mainstream-Betriebssysteme in die Produktionswelt vor.

Auch die jüngsten Manipulationen an der Timeline von Twitter, einer bei Journalisten besonders beliebten Plattform, führen weg vom Werkzeugcharakter des Systems, zugunsten unnötiger Kennenlern-Funktionen, die letztlich nur die User-Basis verbreitern und die Aufmerksamkeit-zu-Geld-Konvertierung optimieren sollen. Es rentiert sich nicht, Twitter zum Werkzeug auszubauen. Die professionellen User sind als Zielgruppe zu klein und damit uninteressant.

In dieselbe Richtung geht - last but not least - die Zerstörung des Interoperabilitätsversprechens des "Web 2.0". APIs großer Plattformen werden geschlossen oder kostenpflichtig gemacht, was wiederum die elegante und schnelle Weiterentwickeln neuer Dienste nach dem Pipe-Modell von UNIX erschwert bzw. verunmöglicht. Dem Endverbraucher kann das egal sein, aber die Fokussierung der Megacorps auf ihn konsumiert gerade die Zukunft der ganzen Branche.

Freilich gibt es Systeme wie Raspberry Pi und Arduino, auch Linux ist lebendig wie nie, aber es geht letztlich um die billige Verfügbarkeit von Tools in der Masse, um Offenheit vs. Geschlossenheit, um den "Kampf ums freie Rechnen" wie ihn Cory Doctorow heraufbeschworen hat. Doctorows Rede ist von 2012. Die Entwicklung seither hat seine Befürchtungen eher bestätigt.

Es ist schwer, Systeme strategisch zu verblöden, die eigentlich intelligent angelegt wurden. So müssen die Nerds ihre Intelligenz, Zeit und Kraft darauf verwenden, ihre Produkte deppengerecht zu machen, anstatt sie zu verbessern. Das würde ich als eine vollendete Niederlage und Demütigung bezeichnen. Wenn Du reich sein willst, dann musst Du gegen die eigene Herkunft, gegen die eigene Peer Group und gegen die ureigensten Interessen arbeiten. Die Intelligenz verliert auf ihrem ureigensten Territorium.

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Sunday, August 17, 2014
Im Ersten
(comm.)

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Comments
(Wo sie jetzt wohl sein mögen?)
gHack, Yesterday
Sehr schön anzusehen, wie sie die Halme biegen und sorgfältig die Körner herauszupfen -...
gHack, 2 days ago
Lasst knuspernde Bluthaenflinge um mich sein (nicht Caesar)
bubo, 2 days ago
...
gHack, 2 days ago
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gHack, 8 days ago
Ich bin ja noch nicht so lange da, aber ich finde, die Stadt verändert...
gHack, 15 days ago
Ja, den 1. erkenne ich manchmal nicht wieder, im Guten wie im Schlechten.
DeSpell_, 15 days ago
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gHack, 15 days ago
Heute ist der 1. nur noch eine Chanel-Boutique mit Museumsshop.
gHack, 15 days ago
In meiner Jugend hatte die Theseus-Statue meist einen Mega-Joint im Mund.
DeSpell_, 15 days ago
...
gHack, 16 days ago
Schönes Leben
bubo, 17 days ago
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gHack, 18 days ago
furchtbar herbstlich
mariong, 20 days ago
Meinten Sie: mikro_biotisch?
goncourt, 20 days ago
Mikrobiotisch
gHack, 20 days ago
Alice B. Toklas Cooking Show.
goncourt, 20 days ago
almost psychedelic
DeSpell_, 20 days ago
...
gHack, 20 days ago
...
gHack, 21 days ago
...
gHack, 21 days ago
Geld und Raum
gHack, 23 days ago
Alltagslösungen statt Lösungen. Der Ohnmacht mit Improvisation kontern. Und wohl auch dieses ungeklärt hybride,...
goncourt, 23 days ago
Schätze mal: Ähnliche Probleme, ähnliche Lösungen.
gHack, 23 days ago
Das erinnert mich an ein Gespräch mit einem Freund darüber, dass Italien und Indien...
goncourt, 23 days ago

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